Norbert Kujus Trio CD - Modulations - BCD 082501-1. -> Demo Clips

Das norbert kujus trio präsentiert seine Debut-CD modulations :

Im Spannungsfeld der Klangbilder

Mit seiner Debut-CD modulations präsentiert sich das Norbert Kujus Trio als Formation, das auf der Grundlage eines modernen Mainstream neueren stilistischen Akzenten Raum gibt. Ein frischer, luftiger Sound macht das Album zu einem aufregenden, aber nie aufdringlichen Hörerlebnis. modulations erzeugt und hält unter der Einbeziehung von Latin- und Rockeinflüssen sowie fast freien, improvisatorischen Kolloquien eine faszinierende Spannung. Gitarrist Norbert Kujus ist, ebenso wie seine Mitstreiter Felix Behrendt (Bass) und Sebastian Harder (Schlagzeug), seit vielen Jahren als Jazzmusiker erfolgreich. Die Erfahrungen, die alle drei in ihren gemeinsamen Projekten und verschiedenen weiteren Formationen sammeln konnten, fließen in modulations zu einer durchlässigen und dennoch komplexen Einheit zusammen.

Hohe Professionalität mit klarem Konzept

Die Ausgewogenheit der Arrangements, die praezise Akzentuierung und die strikte Konzentration auf den Ausdruck machen modulations zu einem Debut, wie es selten geworden ist: stark und selbstbewusst, abgeklärt und dennoch von überzeugender Frische. Unter der klanglichen Federführung von Norbert Kujus und seinem charakteristischen Gitarrensound zeigen sich drei gleichberechtigte musikalische Gestalter, die in Jazz, Rock und Klassik gleichermaßen zuhause sind. „Ich sehe meine Funktion dabei als die eines Regisseurs, der sowohl gestaltet als auch selbst agiert“, beschreibt Norbert Kujus seine Rolle im Trio. „Diese Position ermöglicht es mir, mal colorierend und mal solistisch in Erscheinung zu treten.“ Heli Schneider, Inhaber des Labels „blacklisted records“, zeigt sich von modulations begeistert: „Wir freuen uns, dass drei Musiker, die ihre hohe musikalische Kompetenz und Professionalität längst unter Beweis gestellt haben, dieses Projekt bei uns realisiert haben. Was mich besonders freut, ist, dass sie ihre spieltechnischen Fertigkeiten stets im Dienste des Gesamtsounds einsetzen und nicht bloß virtuos zur Schau stellen.“

Gute Perspektiven

Schon vor der Veröffentlichung von modulations hat es bereits zahlreiche Bestellungen der CD auf Norbert Kujus´ Website und begeisterte Hörerreaktionen gegeben. Ab Herbst 2005 wird sich das Trio intensiv der Konzerttätigkeit widmen. Norbert Kujus: „Unsere Auftritte im Vorfeld der Veröffentlichung wurden vom Publikum sehr positiv aufgenommen. Wir freuen uns – mit dem Rückenwind von modulations – ganz besonders auf die anstehenden Konzerte.

Besetzung: Norbert Kujus (nylon string guitar, electric guitar, acoustic guitar), Felix Behrendt (double bass), Sebastian Harder (drums)

Norbert Kujus Trio – stilistische Akzente in offenen Klangbildern:

Einklang auf brillantem Niveau

Geburt einer Idee

Schon lange bevor die Musiker Norbert Kujus (Gitarre), Felix Behrendt (Bass) und Sebastian Harder (Schlagzeug) im Jahr 2002 zusammentrafen, hatten sie ihre musikalische Kompetenz, ihre hohe Professionalität und ihr individuelles kreatives Potenzial in verschiedensten Formationen unter Beweis gestellt. Es kann als glückliche Fügung gesehen werden, dass diese drei Klangkünstler im Projekt Norbert Kujus Trio das passende Fundament gefunden haben, um ihre Stärken optimal ausspielen und ihren unverfälschten Sound entwickeln zu können.

Vom Klang zum komplexen Klangbild

Für Norbert Kujus steht der Klang der Musik im Vordergrund. Mit seiner Nylon-besaiteten Frame-Works-Gitarre hat er einen Ton entwickelt, der ihm zusammen mit seiner klassischen Anschlagstechnik ein äußerst variables Spiel erlaubt. Auf dieser Basis erzeugt er damit eine deutliche Verbindung zur klassischen Musik. Im Zusammenspiel mit Felix Berendt und Sebastian Harder realisiert er seine Vorstellung von einem offenen, atmenden Klangbild. Vom tiefen, tragenden „Bauch“ Felix Behrendts Kontrabass-Sounds bis zur Ausgestaltung des oberen Klangspektrums durch Sebastian Harders sensibles, in der Klangbildung an Perkussion orientierten Beckenspiel bietet das Trio einen weiten, durchgestaffelten Gesamtsound.

Gemeinsame Repertoire-Konzepte

An der Konzeption des Repertoires sind alle drei Musiker mit ihren Ideen und Stärken beteiligt. Sebastian Harder eröffnet dem Trio mit seinem farbenreichen Spiel die auffällige Offenheit im Ausdruck. Seine Fähigkeit, Metrum und Rhythmus vielschichtig zu verstehen und einzusetzen, verleihen dem Norbert Kujus Trio seine federnden, variantenreichen Grooves. Felix Behrendt, der sowohl als Bassist wie auch Komponist sein Talent und seine Vielseitigkeit einbringt, untermauert auch mit seinen solistischen Parts Stilsicherheit und Sensibilität.

Für Norbert Kujus ist das Ergebnis keine Überraschung: „Wir profitieren alle von unseren umfangreichen Erfahrungen und unseren individuellen Qualitäten, die wir konsequent auf das Gesamtbild unserer Musik ausrichten.“

Bandinfo – Kurzportrait

Neuer Jazz vom Feinsten

Auf ausdrucksstarke Klangbilder konzentrierten Jazz präsentiert das Norbert Kujus Trio. Die betont klare und offene Musik mit der Besetzung Gitarre, Bass und Schlagzeug orientiert sich an zeitgemäßen Jazz-Strömungen, bereichert durch individuelle Einflüsse der drei Akteure. Charakteristisch sind der Sound der Nylon-besaiteten Frame-Works-Gitarre, Latin- und Rockeinflüsse, hohe musikalische Kompetenz sowie improvisatorische Kreativität. Ausgewogene Arrangements und eine durchgehend präzise Akzentuierung sorgen für eine selten erlebte, teils spannungsgeladene, teils luftig-federnde Atmosphäre, die auch die jüngst veröffentlichte Debut-CD modulations widerspiegelt.

Norbert Kujus (nylon string guitar, electric guitar, acoustic guitar),

geboren in Hamburg, hatte als Kind mehrere Jahre Waldhornunterricht. Ausschlaggebend für seine Karriere war aber – wie bei vielen Musikern seiner Generation – die Rockmusik, vor allem in Person von Jimi Hendrix. Das Gitarrespielen brachte er sich mit eiserner Disziplin zunächst selbst bei, ehe er in den achtziger Jahren ein Studium der klassischen Gitarre mit Abschluss Diplom-Musiklehrer absolvierte. Es folgten ein Jazzstudium mit dem Hauptfach E-Gitarre an der Hamburger Musikhochschule mit Abschluss Diplommusiklehrer-Jazz sowie Workshops bei Größen wie Joe Pass, Dave Liebman, Marc Johnson und Mick Goodrick. Seither arbeitet er sehr erfolgreich als Live- und Studio-Musiker.


 

Rezensionen

Gitarre & Bass 2005 / 11:

Ebenfalls (aber ebenfalls nicht nur) ein Nylonstring-Experte ist Norbert Kujus, der sich mit seinem Trio (Felix Behrendt / b, Sebastian Harder / dr) und dem Debüt-Album "Modulations" (www.blacklistedrecords.de) hinter keinem Grossen Namen verstecken muss. Kujus liebt anscheinend Metheny - er setzt dessen Einflüsse sehr vielseitig um: mal in musikalische Leichtigkeit, mal in sehr nordischen Atmosphären. Und immer klingt die Musik rund, warm, tief. (lothar trampert, Gitarre & Bass 2005/11)


Alexander Schmitz 03/2006

Norbert Kujus oder die Kunst, sich verständlich zu machen

Es bleibt alles in der Familie. Die ist dreiköpfig, mit Norbert Kujus an der Gitarre, Felix Behrendt am Kontrabass und Sebastian Harder am Schlagzeug. Zwei Titel stammen von Norbert, vier von Felix und die restlichen zwei von allen dreien. Das ist interessant, weil es deutlich macht, wie die musikalischen Welten dieser Trias harmonieren. Übersetzungsprobleme in der musikalischen Kommunikation gibt es nicht - ein Trio wie aus einem Guss, ideal.

Norbert Kujus ist Hamburger vom Jahrgang ‘58. Und wenn sie seine erste Platte hören ,werden seine Eltern sich nachträglich wohl fragen, ob es denn richtig war, sich damals gesperrt zu haben gegen die musikorientierten Karrierewünsche des Filius. 1986 schließt er sein Klassikgitarre-Stadium ab, das er mit Unterrichten und mit Mucken finanziert hat. Dann studiert er E-Gitarre an der Hamburger HfMuDK und pilgert zu Workshops mit Joe Pass, Mick Goodrick, Dave Liebman und Marc Johnson: Die Türen sind geöffnet. Doch erst jetzt legt Norbert Kujus sein Debüt-Album vor, “modulations” [backlisted records BCD 082501-13], und siehe, pardon: höre da, der lange Reifeprozess belohnt die Geduld mit reicher Frucht. “modulations”, fast ausschließlich auf der Frameworksgitarre bestritten, einem korpuslosen Nylonstring-Instrument, ist sowohl als Trio- wie auch als Gitarren-Album sehr schöne Musik. “Schöne Musik”, das signalisiert hier nicht irgendwelche Fluchten in verbale Hohlheiten. Kujus, der zwar auch seinen Jimi Hendrix und sämtliche Höhen und Tiefen dessen, was auf Gitarren machbar ist, intus hat, hat es offenkundig nicht (mehr) nötig, raushängen zu lassen. Er setzt, wie er selbst sagt, zuallererst auf Klang und dann auf alles andere.

Der instrumentale Klang erinnert an Nylonstring-Ovations, ist aber doch sehr viel weicher, sehr viel näher am originalen akustischen Klang. Der musikalische Klang ist eben derjenige eines Mannes, der die klassische Fingertechnik beherrscht und souverän in andere Stile zu überführen versteht, weshalb es bei ihm auch nur sehr selten längere Singlenote-Strecken gibt, die nicht mit Triolen, Arpeggii oder sonstwie aufgebrochenen Akkorden versetzt sind. Das alles klingt für dieses Instrument beeindruckend weich und nur in den tiefsten Bässen hier und da ein bisschen fipsig. Und dann noch der Trioklang: Es ist Trio, nicht Gitarre plus zwei, homogen, laid-back, ökonomisch sparsam. Nichts ist auf Show-Off angelegt, alles hier dient der Substanz. Weite, nicht Enge ist der dominierende Eindruck beim Hören, wohlkalkulierte Leichtigkeit in Klang, Themen und Improvisationen, unter der sehr viel musikalische Tiefe steckt.

Kujus und sein Trio sind keine Bilderstürmer, keine Revoluzzer. Aber sie sind auch keine “Tradies”. Sie meistern den Spagat zwischen einer eher traditionellen und einer nach vorne gerichteten Musikalität mit stupender Selbstverständlichkeit und sehr viel Raffinement, das freilich nicht um seiner selbst willen in den Vordergrund geschoben wird. Und Kujus zuzuordnen, einzuordnen, wird nicht gelingen. Seine eigene musikalische Sprache, sozusagen akzentfrei dargeboten, hat ihre eigene Grammatik und ihr eigenes Vokabular. Man merkt nur nirgends, welche Arbeit das gekostet hat.

Es ist die Sprache eines Musikers, der verstanden werden und nicht Fragen aufwerfen, Diskussionen anzetteln oder Provokationen vom Zaun brechen will. Eine klare, schöne, modulationsreiche, verbindliche Sprache. Alexander schmitz – agentur gitarre


Gitarre-Hamburg.de - Christian Moritz

Was hat er nicht schon  alles in seiner gitarristischen Laufbahn an verschiedenen musikalischen Projekten ausprobiert, der in Hamburg lebende Gitarrist Norbert Kujus. Als Schüler begann er -  inspiriert durch Jimi Hendrix - als Rockgitarrist, später nahm er ein  klassisches Studium auf, gefolgt von einem Studium im Jazzstudiengang der Hamburger Musikhochschule. Darüber hinaus nahm er an Workshops bei Größen wie Joe Pass, Dave Liebmann, Marc Johnson und Mick Goodrick teil. Schon während seines Studiums spielt er alles, vom Jazz im "Pat-Metheny-Style" mit der Gruppe Westwind bis hin zum "Heavy-Metal-Jazz", kammermusikalische Jazzprojekte, Musicalengagements, Studiojobs - ausnahmslos auf höchstem Niveau. Dass zu starkes Streben nach instrumentaler Omnipotenz zu musikalischer Identitätslosigkeit führen kann, musste man schon bei so manchem hoffnungsvollen Musiker beobachten.

Um so besser, dass sich Norbert Kujus mit der Veröffentlichung seiner Debut-CD etwas mehr Zeit gelassen hat als es heute üblich ist. Mit dem Norbert-Kujus-Trio hat der vielseitige Norddeutsche nun wohl endgültig sein ganz eigenes musikalisches Profil gefunden und folgerichtig, gemeinsam mit Felix Behrend am Bass und dem Schlagzeuger Sebastian Harder, ein sehr relaxt daherkommendes Album produziert, gänzlich frei von vordergründigem  instrumentalem „höher, schneller, weiter“. Weit sind hier lediglich die wunderbaren Klangräume, die das Trio zu erzeugen versteht, indem es seine Instrumente zu einer geradezu symbiotischen Einheit verschmelzen lässt.

Kujus spielt dabei vornehmlich seine nylonsaitenbespannte Frameworksgitarre. Seine klassische Anschlagstechnik gestattet ihm eine enorme Flexibilität im Wechsel zwischen Singlenotespiel, harmonischen Einwürfen und komplexeren mehrstimmigen Verläufen. So werden melodische Passagen z.B. häufig von darauf folgenden Arppegien oder kurzen Tremoli weiter getragen. Erstaunlich, was für einen weichen und runden Klang Kujus aus seinem korpuslosen Instrument hervor zu zaubern vermag.

Das Norbert Kujus Trio spielt Jazz, der sowohl die Tradition nicht zu negieren versucht als auch die so gänzlich unterschiedlichen musikalischen Stilistiken berücksichtigt, von denen die drei Interpreten in der Vergangenheit beeinflusst wurden. Die Eigenkompositionen stammen von Norbert Kujus und Felix Behrend. Zwei Titel sind zudem gemeinschaftliche Produkte des gesamten Trios. Mit "Trialog" und "Epilog" finden sich auf der CD zwei komplett frei improvisierte Stücke, die sozusagen aus dem Moment heraus entstanden sind. Dominiert wird "modulations" aber  von durcharrangierten Titeln mit schlüssiger Dramaturgie und auskomponierten Themen. Das Spektrum reicht von sanften balladesken Klanggemälden bis hin zu rhythmisch und melodisch eingängigen Themen wie dem druckvollen "Der König vom Sadtparksee" oder dem groovigen "Heiratsantrag auf Portugiesisch".

Das Norbert Kujus Trio spielt musikalisch ausdrucksstark und präsentiert seine Musik so unglaublich entspannt, dass nur dem Kenner gewahr wird, von welch instrumentaler und improvisatorischer Virtuosität diese Musik getragen wird, alles geprägt von einem ganz eigenen "nordischen Ton".


M. Laurentius in Jazzthing 3-4 / 2006:

"Norbert Kujus präsentiert die Musik seiner CD "Modulations" als offene und breit angelegte Stilmixtur, die in ihren schönsten und besten Momenten etwa an den Pat Metheny der späten 1970erund frühen 1980er-Jahre erinnert."


Peter Autschbach, Akustik Gitarre 02/2006

NORBERT KUJUS TRIO - Modulations

(Blacklisted Records) Dass es sich bei dieser CD um ein Debütalbum handelt, muss nicht bedeuten, dass Norbert Kujus ein Nachwuchsgitarrist ist. Er ist ein äußerst erfahrener Jazz-Musiker mittleren Alters, der sich einfach mehr Zeit als viele Kollegen genommen hat, seinen Erstling zu veröffentlichen. Kujus spielt im Trio mit Kontrabass und Schlagzeug eigene Kompositionen, die atmosphärisch an ECM-Aufnahmen erinnern - ruhige, entspannt dargebotene Musik, harmonisch freundlich und rhythmisch federnd.
 
Norbert Kujus (er spielt hauptsächlich seine Frameworks-Nylon-Gitarre), Felix Behrendt am Kontrabass und der Schlagzeuger Sebastian Harder kommunizieren auf einer Wellenlänge. Das zeigt sich besonders bei den beiden improvisierten Stücken Trialog' und ,Epilog', bei denen auf der Basis von einigen grundlegenden Absprachen scheinbar drauflos gespielt wurde. Die anderen Stücke basieren auf durchkomponierten Themen, oft im Latin-Rhythmus (,Heirats-antrag auf Portugiesisch'), mal im Walzer (,Modulation oder ,Song l'), auch mal ganz ohne Schlagzeug „Entdeckung“).

Überzeugend sind gleich die ersten beiden Stücke: ,Modulation' ist ein kraftvoller Walzer mit geraden Achteln, der durch das meisterhafte Intro Kujus' besticht. ,Reisen statt Rasen' ist ein Bossa an der Grenze zum „zu langsam sein", der aber gerade dadurch seinen Charme entfaltet. Bei ,Der König vom Stadtparksee' überzeugt Kujus mit einem schönen Solo auf der elektrischen Jazz-Gitarre. Auch wenn der Einfluss von Pat Metheny unüberhörbar ist, improvisiert und komponiert er auf eigene, wiedererkennbare Weise. Von Kujus und seinem Trio möchte man mehr hören. Zum Beispiel mal etwas im Swing-Rhythmus. Denn der findet sich auf der vorliegenden CD leider nicht. Des ungeachtet: Empfehlenswert!